Der "Hof zur Linde"

Geschichte und Geschichten der Gastlichkeit

Der Herdfeuerraum aus dem 17. Jahrhundert

Der "Hof zur Linde" ist ein gastliches Haus - und das schon sehr lange. Das Romantik Hotel verbindet westfälische Tradition mit modernstem Komfort und anspruchsvollem Service.

Wie sich der Hof zur Linde im Laufe der Jahre entwickelt hat, lesen Sie in der Chronik.



DIE CHRONIK

Um 900:
Die Parzelle wird als "Linde" in den Kirchenbüchern erwähnt.

1430:
Existiert hier der größte Bauernhof in Handorf.

1648:
Als der Friedensreiter das Ende des Dreißigjährigen Krieges von Münster verkündet, wird der Grundstein für das heutige Anwesen gelegt.

1950:
Kommt es mit zehn Hektar in den Besitz der Familie Albert Löfken.

1965:
Die erste Heizung und eine neue Küche werden installiert.

1972:
Im Spieker entstehen acht Gästezimmer. Im selben Jahr wird der "Hof zur Linde" als 13. Mitglied in die Romantik Hotel-Kooperation aufgenommen. Mittlerweile gibt es rund 200 Romantik Hotels in ganz Europa.

1977:
Umbau des Festsaales in drei Gesellschaftsräume (Westfalen-, Von-Renesse-,Bischoppinck-Stube) mit 100 Plätzen. Dazu zwölf neue Hotelzimmer im Hauptgebäude.

1982:
Wird aus dem ehemaligen Pferdestall die Wein- und Pilsstube (Lindentenne) mit Kamin und Aperitif-Garten.

1992:
Bau des "Landhauses" am Werseufer. Aus zwei Gartenhäusern werden komfortable Zimmer.

2005:
Bau der "Kaminhalle" und der 5 Spa-Juniorsuiten.

2013:
Sanierung des "Historischen Torhaus" und Bau einer Bankettküche.

2014:
Neubau der Küche und weiterer interner Arbeits- und Lagerräume, Einbau eines BHKW



Wie alles begann

Albert und Maria Löfken

Eigentlich war Albert Löfken ein Landwirt. Ein passionierter Jäger und Skatspieler. Er kam vom Rittergut "Haus Füchteln" in Olfen und kaufte nach dem Krieg den Bauernhof "zur Linde" in Handorf. Auf dem Wochenmarkt in Münster verkaufte Albert Kartoffeln. Maria, seine Frau, stand mit Mutti Krückeberg in der Küche, backte herrliche Obstkuchen und räucherte Schinken. Bruder Heinrich fütterte die Schweine, hackte Holz für das Kaminfeuer. Es sprach sich schnell herum, dass auf dem "Hof zur Linde" auch Gäste willkommen sind. Und so pilgerten die Münsteraner am Wochenende nach Handorf, kehrten ein bei "Mutter Löfken", die ein besonders großes Herz für finanzschwache Studenten hatte.Dann hockten sie auf weiß-roten Kissen an Eichentischen, genossen Kaffee, Schnaps und die deftigen Löfken-Schnitten (Stuten mit Schinken, Plockwurst, Leberwurst, Kartoffelsalat und Spiegelei). Nebenan wurde getanzt, beim Jubiläum des Knappenvereins aus dem Ruhrgebiet, auf Hochzeiten und Schützenfesten. Wer auf dem "Hof zur Linde" willkommen war, das bestimmte Albert Löfken. Von seinem Stammtisch aus, gegenüber vom Eingang, begrüßte er die Gäste. Wenn er besonders gut gelaunt war, fragte er: "Spielen Sie Skat?" Lautete die Antwort "Nicht so gut", kniepte er ein Auge zu und schmunzelte: "Diese Gäste sind uns die liebsten."